Bruegel-Jahr 2019

20. Februar 2019 bis 15. Februar 2020

Nach dem Auftakt der Themenjahre „Flämische Meister 2018–2020“ mit dem Barockjahr 2018 in Antwerpen liegt der Schwerpunkt im Jahr 2019 auf Pieter Bruegel dem Älteren. Anlässlich des 450. Todestages des bedeutenden Malers erinnert Flandern mit einer beeindruckenden Reihe von Ausstellungen und Veranstaltungen an das Leben und die Zeit des außergewöhnlichen Künstlers.

Es ist zwar nicht viel vom Leben Pieter Bruegels bekannt, doch vieles lässt sich aus seinen Bildern ableiten. Mit seinem Einfallsreichtum und seiner Vorstellungswelt beeinflusste er die folgenden Generationen zutiefst. Als überraschend einfallsreicher Maler und Zeichner stellte Bruegel häufig das Landleben der einfachen Leute dar, und zeigte mit seinen Bildern, wie bunt das Leben damals war. Obwohl er gar nicht auf dem Land lebte, sondern beinahe sein ganzes Erwachsenenleben zuerst in Antwerpen und später in Brüssel wohnte, wurde er „Bauernbruegel“ genannt. Mit seiner ausdrucksstarken legendären Darstellung „aus dem Alltagsleben“ ist Pieter Bruegel weitgehend verantwortlich für die Entwicklung der nationalen flämischen Mentalität und der kollektiven Selbstwahrnehmung als hart arbeitendes, aber lebenslustiges Volk.

Ab dem Frühjahr 2019 ehrt die Metropole ihren einstigen Mitbürger mit mehreren erlesenen Ausstellungen und einem stadtweiten Veranstaltungsprogramm. So wird die Königliche Bibliothek Brüssel, die eine beispiellose Sammlung von Bruegels Arbeit „auf Papier“ besitzt, für die Ausstellung „Bruegels Welt in Schwarz und Weiß“ ganz besondere Stücke aus dem Depot holen. Das Bozar beteiligt sich mit gleich zwei Ausstellungen am Themenjahr: „Druckkunst im Zeitalter von Bruegel“ und „Bernard van Orley“. Im mythenumwobenen Stadttor „Hallepoort“ aus dem Jahr 1381 öffnet sich ein virtuelles Tor zum Bruegel-Universum.

Auch auf dem Land wird Bruegel in den unterschiedlichsten Facetten zu erleben sein: Die Ausstellung „Bruegels Welt“ im Freilichtmuseum Bokrijk wird die Gemälde des Künstlers zum Leben erwecken. Hier werden die Besucher Leben und Landschaften aus Bruegels Zeit sehen, hören, fühlen, schmecken und riechen – und das alles in den historischen Scheunen, die selbst einzigartige Zeugnisse historischer Handwerkskunst sind. Auf Schloss Gaasbeek wird in der Ausstellung „Das Narrenfest“ der Geist Bruegels nicht nur durch die Kraft der Gemälde, sondern auch durch Musik, Literatur und Film lebendig. Daneben werden vom 1. Juni bis 30. September in ganz Flandern 40 ausgewählte Werke des Projekts “Flämische Meister in Situ” an ihren Originalplätzen, abseits der Touristenpfade zu sehen sein.

In den Königlichen Museen der Schönen Künste mit ihrer Sammlung mit Kunst des 16. Jahrhunderts können Besucher bereits seit 2016 alte Meister neu erleben: In der einzigartigen virtuellen Ausstellung „Unseen Masterpieces“ werden Bruegel-Meisterwerke – zerlegt in tausende Dateien und eine Milliarde Pixel – in 3D präsentiert, darunter „Der Sturz der rebellierenden Engel“. Das Original des Bildes sowie das Bruegel-Werk „Die Volkszählung zu Bethlehem“ sind eine Etage höher im neuen Bruegel-Saal im KMSK ausgestellt.

Highlights im Bruegel-Jahr 2019:

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