Hugo van der Goes

28. Oktober 2022 - 5. Februar 2023

Hugo van der Goes (1430-40 – 1482) gehört zusammen mit Jan van Eyck, Rogier van der Weyden und Hans Memling zu den bekanntesten Flämischen Primitiven. Im Mittelpunkt der Ausstellung im Musea Brügge steht sein frisch restauriertes Meisterwerk „Mariä Tod“ von ca. 1470: Die Tafel wurde vermutlich im Auftrag von Jan Crabbe gemalt, dem Abt der Abtei Ten Duinen in Koksijde. Auf dem Werk ist eine in der realistischen Darstellung von individuellem Kummer eindrucksvollsten und ergreifendsten Sterbeszenen aus der spätmittelalterlichen Kunst zu sehen. Anhand von sieben Visionen oder sieben Mini-Ausstellungen erfährt der Besucher mehr über dieses Gemälde. Weshalb gehört es bereits seit 550 Jahren zu den großartigsten Schöpfungen unseres Kulturerbes? Und warum fasziniert es den Betrachter auch bis in die Gegenwart hinein?

Van der Goes wurde in einer Künstlerfamilie in Gent geboren, wo er seine Ausbildung absolvierte und 1467 Meister wurde. In kaum 15 Jahren malte er sein gesamtes bekanntes Oeuvre. Er verließ Gent im Jahr 1478, um als Laienbruder im Roten Kloster im Zoniënwoud (Oudergem, Region Brüssel Hauptstadt) einzutreten, wo er einige Jahre später starb.

Ende 2018 begann die wissenschaftliche Untersuchung und Restaurierung des Gemäldes „Mariä Tod“. Ein Team von fachkundigen Restaurateuren des Musea Brugge arbeitete unter Aufsicht einer internationalen Begleitkommission. Nach fünfjähriger gründlicher Restaurierung des „Marientods“ wird nun deutlich, wie genial van der Goes Farbe, Komposition und Technik einsetzte. Andererseits ist van der Goes auch ein atypischer Flämischer Meister: auch wenn er ein eher traditionelles Thema behandelt, tut er dies doch auf innovative und eigenwillige Weise.

Details

Adresse
Sint-Janshospitaal
Mariastraat 38
8000 Brugge

Internet
www.museabrugge.be

eMail
musea@brugge.be

Telefon
+32 (0)50 44 87 11

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